1. Spielziel
Abalone ist ein Spiel für zwei Personen. Jeder hat 14 Kugeln in einer Farbe — Schwarz oder Weiß. Wer es zuerst schafft, 6 gegnerische Kugeln vom Brett zu schieben, gewinnt.
Schwarz fängt an. Danach wechseln sich die Spieler ab.
2. Das Brett und die Startaufstellung
Das Brett ist sechseckig und hat 61 Felder. Zu Beginn stehen die schwarzen Kugeln oben, die weißen unten. Das ist die klassische Aufstellung.
Du bewegst deine Kugeln in eine von sechs Richtungen: rechts, links, oben-rechts, oben-links, unten-rechts, unten-links.
3. Bewegungen — eine, zwei oder drei Kugeln
Pro Zug bewegst du 1, 2 oder 3 deiner eigenen Kugeln. Wenn du mehrere bewegst, müssen sie nebeneinander auf einer geraden Linie liegen (drei Kugeln also direkt aneinandergereiht).
Einzelne Kugel — geht in jede der sechs Richtungen.
Broadside: beide rücken parallel zur Seite.
Inline: alle drei schieben sich vorwärts in einer Linie.
4. Inline vs. Broadside
Bei mehreren Kugeln gibt es zwei Bewegungstypen:
- Inline — Bewegung entlang der Linie, in die deine Kugeln ausgerichtet sind. Die vorderste rückt vor, die hinteren folgen. Nur so kann man gegnerische Kugeln schieben (Sumito, siehe nächster Abschnitt).
- Broadside — Bewegung quer zur Linie. Alle Kugeln ziehen parallel nebeneinander. Mit Broadside kann man keine gegnerischen Kugeln schieben — das Zielfeld muss frei sein.
5. Sumito — gegnerische Kugeln schieben
Mit einem Inline-Zug kannst du gegnerische Kugeln vor dir herschieben. Das funktioniert nur, wenn du in der Überzahl bist:
- 3 gegen 2 — geht ✅
- 3 gegen 1 — geht ✅
- 2 gegen 1 — geht ✅
- 2 gegen 2, 3 gegen 3 — nicht erlaubt ❌
- 1 gegen 1 — nicht erlaubt ❌
Wird eine gegnerische Kugel über den Brettrand gedrückt, ist sie raus. Sechs verlorene Kugeln = Niederlage.
Die hintere schwarze Kugel rutscht nach E5, die vordere bleibt einen Schritt weiter — beim Brettrand fliegt sie raus.
Gleiche Anzahl: keiner schiebt. Du musst woanders ziehen.
6. Häufige Anfänger-Fehler
- Eigene Kugeln vereinzeln. Eine einzelne Kugel ist wehrlos. Bilde Gruppen von 2–3 in einer Linie.
- Zu schnell an den Rand gehen. Eigene Kugeln am Rand sind potenzielle Verluste. Halte sie zentral.
- Sumito-Druck unterschätzen. Auch wenn du keine Kugel herauspusht, gewinnst du Stellung — dein Gegner muss reagieren.
- Broadside vergessen. Seitliche Bewegungen sind oft stärker als vorwärts — sie öffnen neue Linien.
Bereit?
Die beste Lehrerin ist die Praxis. Probier es einfach aus — die ersten Spiele sind sowieso Experimente.
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